Elektrotechnik - Die Wirtschaft in Rumänien





Elektrotechnik in Rumänien

Da Rumänien zu den wenigen europäischen Ländern gehört, in denen noch viele Haushalte keine oder sehr alte elektrotechnischen Hausgeräte besitzen, werden die Verkäufe langfristig nach oben gerichtet sein. Auch wenn die Inlandsfertigung in den vergangenen Jahren durch Investitionen der rumänischen Tehnoton (Herde und Waschmaschinen) und der türkischen Arcelik (Kühlschränke) erhöht worden ist, hängt die Marktversorgung in den meisten Sparten nach wie vor stark von Importen ab. Für Konsumgüter (Unterhaltungselektronik, Hausgeräte und Beleuchtung) meldet Philips Romania z.B. für die ersten drei Quartale von 2005 Umsatzzuwächse von 28 bis 38%.




Die Wirtschaft in Rumänien

- Elektrotechnik


Anbieter am rumänischen Markt für Elektrotechnik profitieren noch auf lange Sicht von der guten Baukonjunktur, der anhaltenden Investitionsdynamik und auch vom Konsumwachstum. In vielen Bereichen der Elektrotechnik (u.a. Kfz- und Installationselektrik, Antriebe) sind in Rumänien in den letzten Jahren neue Produktionskapazitäten durch ausländische Investoren aufgebaut worden. Die Gesamtproduktion ist nach dem Schub von 2004 (+15%) im Jahr 2005 aber nur noch mäßig gestiegen. Für die kommenden Jahre prognostiziert CNP nun jährlich reale Zunahmen von 4 bis 5%.

Große Dynamik in Rumänien zeigen die Bereiche Automatisierung, Mess- und Kontrolltechnik sowie elektrische Antriebe. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass den zunächst gegründeten Vertriebsniederlassungen ausländischer Anbieter nun auch Investitionen in die Produktion (u.a. von der US-amerikanische Honeywell) und Joint ventures mit einheimischen Systemintegratoren vor Ort folgen. Der wachsende Druck, sich EU-Standards und der Wettbewerbssituation auf dem Binnenmarkt anzupassen, dürfte den Markt noch auf Jahre hinaus interessant machen. Eine Investition in die Produktion kleiner Elektromotoren bereitet das US-amerikanische Unternehmen Emerson vor. Hierfür sollen im siebenbürgischen Cluj insgesamt 75 Mio. Euro investiert werden.

Die Nachfrage nach Installationstechnik bleibt angesichts der nachhaltigen Baukonjunktur noch eine Reihe von Jahren dynamisch. Die zunehmende Bautätigkeit sowie die Privatisierungen am Strommarkt lassen zudem umfangreiche Investitionen in die Netzinfrastruktur erwarten, die modernisiert und erweitert werden muss.

Für Medizintechnik rechnet der Branchenverband mit einem jährlichen Nachfrageplus in den kommenden fünf Jahren von ca. 6%. Der Absatz dürfte 2005 noch auf dem niedrigen Vorjahresniveau (190 Mio. Euro) verharren. Anbieter wie Philips melden aber auch für 2005 schon erhebliche Umsatzsteigerungen und die Beteiligung an privaten Krankenhausprojekten. Durch Gesundheitsreform und EU-Annäherung werden die Perspektiven am zu 90% von Importen abhängigen Markt sehr positiv bewertet.


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