Informationstechnologie IT und Telekommunikation - Die Wirtschaft in Rumänien





Telekommunikation in Rumänien

Über 6,6% des BIP werden in Rumänien für die Telekommunikation ausgegeben, in der EU-25 im Vergleich hierzu nur 2,6%. Am gesamten ICT-Markt, der 2004 ein Volumen von 3,7 Mrd. Euro hatte, war die Telekommunikation mit rd. 80% beteiligt. Der Markt expandiert mit Jahresraten von 14 bis 15%. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse hat sich 2005 sprungartig erhöht. Die beiden größten Betreiber, Orange Romania und Connex (Vodafone), hatten Mitte 2005 jeweils über 5 Mio. Kunden und halten zusammen 96% am Gesamtmarkt mit 11,4 Mio. Abonnenten. Orange baut derzeit seine Infrastruktur für die EDGE-Technologie als Vorbereitung für die Telephonie der dritten Generation aus. Im April 2005 sicherten sich Orange und Connex je eine UMTS-Lizenz. Zwei weitere sollen folgen.

Erst im Mai 2005 ist der Festnetzbetreiber RomTelecom mit ADSL Breitband-Internet-Diensten auf den Markt gekommen. Die Kabelfernsehen-Konkurrenz hatte sich schon vorher formiert. Dabei verfolgen die Anbieter UPC/Astral und RDS&RCS noch umfangreiche Investitionspläne.




Die Wirtschaft in Rumänien

- Informationstechnologie und Telekommunikation


Die Analysten erwarten für Rumäniens IT-Markt ein Plus von 11 bis 12% und für 2006 noch etwas mehr. Wirtschaft und öffentlicher Sektor, die sich auf die kommende EU-Mitgliedschaft vorbereiten, weiten ihre IT-Käue kräftig aus. Die starke Landeswährung und die neue Flat-Rate in der Einkommensteuer (16%) sind ihnen dabei zugute gekommen. Auch die privaten Haushalte kaufen nun deutlich mehr PC- und Laptops (Bestand Ende 2004: 2,5 Mio. PC). Der IT-Markt insgesamt hatte 2004 ein Volumen von rd. 770 Mio. Euro erreicht, was gemessen an der Bevölkerungszahl und im Verhältnis zum BIP (1,8% gegenüber 2,9% der EU-25) sehr niedrig ist. Auf dem Hardware-Markt fallen die nominellen Zuwächse von 3 bis 4% wegen der fallenden Preise bescheiden aus.

IT-Service- und Software-Sparten zeigen wachsende Dynamik. Sie hatten es 2004 auf einen Umsatz von rd. 320 Mio. Euro gebracht. Die Dienstleistungen allein sollen bis 2009 jährlich im Schnitt um rd. 17% (IDC-Prognose) bzw. um über 30% (PAC) expandieren. Systemintegrationen liegen bei der Service-Nachfrage nun an der Spitze vor Hardware-Support. Für Software rechnen die Marktanalysten mit Zuwachsraten in der Größenordnung von 12 bis 13%. In EAS (Enterprise Application Software) investieren zunächst vor allem der privatisierte Versorgungssektor sowie Handels- und Telekommunikationsunternehmen. Der Markt wird nach den großen Bankenprivatisierungen einen neuen Schub bekommen.

Rasch zugenommen hat das Outsourcing von Software-Entwicklungen an Programmierer. Das Jahresgehalt einer Nachwuchskraft lag in der Branche bei rd. 6.000 Euro. Sie exportiert jährlich Dienstleistungen für rd. 300 Mio. Euro, bleibt nach Expertenmeinung aber nur noch fünf bis zehn Jahre wettbewerbsfähig.

Die rumänische Regierung fördert massiv die Elektronisierung und den Internetzugriff, vor allem das e-Learning. Mit einem 200 Mio. Euro-Programm sollen alle Schulen bis 2008 mit Computerlabors ausgestattet werden. Die öffentliche Verwaltung stellt auf e-Government um, wobei bislang hierfür die technischen Voraussetzungen bei den Nutzern noch nicht erfüllt sind. Aber die Zahl der Internetanschlüsse hat sich innerhalb des 1. Halbjahrs von 2005 verdoppelt (auf rd. 1,9 Mio.). Es wird geschätzt, dass inzwischen 4 Mio. Rumänen regelmäßig das Internet nutzen können. In ländlichen Gegenden werden Telezentren (insgesamt 600 Stück bis 2008) eingerichtet.



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