Kapitalertragsteuer / Dividendensteuer in Rumänien





Allgemeines - Steuern in Rumänien


Mit Datum vom 1.4.2004 ist durch die ehemalige Regierung der neue Code Fiscal (Steuergesetzbuch) in Kraft getreten (Gesetz Nr. 571, Amtsblatt Nr. 927 vom 23.12.2003). Der Verabschiedung des Steuergesetzbuches folgte der Regierungsbeschluss Nr. 44/2004 über die Ausführung des Gesetzes. Das Steuergesetzbuch umfasst Regelungen zur Gewinnsteuer, Einkommensteuer, Besteuerung von Mikrounternehmen, Mehrwertsteuer, Verbrauchsteuer, lokale Steuern, Besteuerung von Vertretungen und Repräsentanzen. Zuständig für die Steuererhebung und Kontrolle sowie für die Führung der Verzeichnisse über die Steuerpflichten ist das Nationale Steuerverwaltungsamt.

Zum Ende des Jahres 2004 kam es in Rumänien zu einem Regierungswechsel. Die neue Koalitionsregierung hat einschneidende Änderungen im Steuerrecht eingeführt. Ziel dieser Veränderungen ist, die Steuerbelastung insgesamt stark zu senken. Betroffen sind die Gewinn-/Körperschaftssteuer (Senkung von 25 auf 16 Prozent) sowie die Einkommenssteuer (ebenfalls auf 16 Prozent abgesenkt). Dagegen wurde der Hebesatz für Mikrounternehmen von 1,5 auf 3 Prozent erhöht.



Steuern in Rumänien

- Kapitalertragsteuer / Dividendensteuer


Im Falle einer unmittelbaren Beteiligung deutscher Kapitalgesellschaften an rumänischen Gesellschaften in Höhe von mindestens 10 Prozent werden von der rumänischen Seite an die deutsche Muttergesellschaft ausgeschüttete Dividenden nur in Rumänien mit einer fünfprozentigen Quellensteuer belegt. In Deutschland werden diese Einkünfte nicht noch einmal versteuert, sondern unterliegen dem Progressionsvorbehalt.

Bei deutschen Beteiligungen an rumänischen Gesellschaften, die weniger als 10 Prozent des Eigenkapitals umfassen, beträgt die Quellensteuer auf Ausschüttungen 15 Prozent. Nach dem Prinzip der Steueranrechnung wird die in Rumänien gezahlte Quellensteuer auf die deutsche Steuer angerechnet. 

Osteuropa: Kapitalertragsteuer / Dividendensteuer in Rumänien



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