Die Wirtschaft in Rumänien, gesamtwirtschaftlicher Ausblick




Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Rumänien

Das Wachstum der rumänischen Volkswirtschaft hat sich 2005 deutlich verlangsamt. Die Rate von 8,3% im Jahr 2004 bleibt ein Ausreißer, zu dem die Rekordernte in der Landwirtschaft beigetragen hatte. Der Agrarsektor (-3%) und auch das verarbeitende Gewerbe (bis September nur +1,9%, aber Tendenz steigend) waren 2005 zusätzlich durch mehrere große Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen. Für 2005 zeichnet sich bei starker Beteiligung des Dienstleistungssektors und der Bauwirtschaft ein realer Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,0 bis 5,5% ab. Ein ähnlicher Wachstumstakt ist 2006 in Reichweite, dabei geben erneut die Bauwirtschaft (+10%) und nun auch die Industrie (+5,5%) die stärkeren Impulse. Der Außenbeitrag bleibt noch auf Jahre hinaus negativ.
Quelle: www.bfai.de




Die Wirtschaft in Rumänien

- Gesamtwirtschaftlicher Ausblick


Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft

Bukarest (bfai) - Das Wachstum der rumänischen Volkswirtschaft hat sich 2005 gegenüber dem Vorjahr mit einem realen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,0 bis 5,5% deutlich verlangsamt. Die Attraktivität des Landes für ausländische Investitionen ist aber weiter ungebrochen.

Die EU-Kommission will im April oder Mai 2006 einen Termin für den EU-Beitritt Rumäniens empfehlen. Offen bleiben kann die Frage, ob das südosteuropäische Land 2007 oder erst 2008 aufgenommen wird, aber noch bis Ende 2006. Sicher ist, dass die liberal-konservative Regierung von Ministerpräsident Calin Popescu Tariceanu alles daran setzen wird, die verbleibenden Hürden zu nehmen. Die fortschreitende Annäherung an die EU und den Binnenmarkt stellen das Rumänien-Geschäft auf eine immer sicherere Basis. Bei Importzuwächsen von Konsumgütern von weit über 20% wird es aber nicht bleiben können. Sowohl die EU als auch der IWF, dessen laufendes Stand-By-Abkommen mit Rumänien im Herbst 2005 "entgleist" ist, drängen das Land, die Fiskal- und Kreditpolitik zu straffen und auch den Lohnanstieg nicht mehr über die Produktivitätsentwicklung hinausschießen zu lassen. Die Wirkungen der Steuersenkung von Anfang 2005 (Flat Rate von 16%) klingen ohnehin ab. Nun soll sich die Konjunktur wieder stärker auf die produktiven Bereiche Industrie, Infrastruktur und Investitionen verlagern. Hier bleiben die Aussichten für deutsche Anbieter noch auf Jahre hinaus sehr interessant.



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